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Lotter, J: Das alte Zeidelwesen in den Nürnbergischen Reichs

Die Zeidlerei war im Mittelalter das gewerbsmäßige Sammeln von Honig wilder oder halbwilder Bienenvölker, das von Zeidlern ausgeübt wurde. Er hielt, anders als der Imker im heutigen Sinne, die Bienen nicht in gezimmerten Bienenstöcken oder Bienenkörben. Man hieb alten Bäumen künstliche Höhlen (Beuten) in etwa sechs Meter Höhe ein und versah den Eingang mit einem Brett, in das ein Flugloch eingebracht war. Ob eine Beute von Bienen beflogen wurde oder nicht, hing ganz vom natürlichen Umfeld ab und wechselte jedes Jahr. Überaus günstig, wenn nicht sogar Voraussetzung für die Zeidlerei, waren Nadelholzgebiete. In Bayern etwa ist eine Waldbienenhaltung bereits für das Jahr 959 in der Gegend von Grabenstätt nachgewiesen. Vor allem im Nürnberger Umland gibt es immer noch zahlreiche Hinweise auf das dort früher blühende Zeidlerwesen (wie das Zeidlerschloss in Feucht). Der Honig war wichtig für die Nürnberger Lebkuchenproduktion

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DATEIGRÖSSE 3.19 MB
ISBN 9783956920387
AUTOR J. M. Lotter
DATEINAME Lotter, J: Das alte Zeidelwesen in den Nürnbergischen Reichs.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 05/01/2020

Lotter, Johann Michael, Das alte Zeidelwesen in den nürnbergischen Reichswaldungen, 1870. Lochner, Tobias Friedrich, Unterricht für Vormünder und Curatoren in der Reichsstadt Nürnberg und deren Gebiet, Altdorf 1795. Dero Keyserlichen Freyen und des Heiligen Reichs Stadt Lübeck Statuta und Stadtrecht, 1608, Neudruck 1973