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Nationalsozialistische Kolonialliteratur

Die koloniale Populärkultur boomte im »Dritten Reich«. Dennoch gab es bisher kaum Forschung zu diesem Material. Mit dem Verlust der Kolonien im Ersten Weltkrieg begann in Deutschland eine postkoloniale Phase, die mit der späteren Dekolonisierung anderer Kolonialreiche kaum vergleichbar ist. Ob als Kolonialismus ohne Kolonien oder als Metapher für den Versailler Vertrag (Deutschland sei »Kolonie der Westmächte«), ob als »Weltgeltung« oder »Weltverschwörung«: Der koloniale Schauplatz verlieh eine globale Dimension. Der seit 1933 geltende permanente Ausnahmezustand richtete sich gegen »Verräter«, die der Aufstandsvorbereitung verdächtigt wurden. Um dieses paranoische Szenario plausibel zu machen, griffen Schriftsteller auf das etablierte Motiv der rassistischen Aufstandsbekämpfung zurück.

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DATEIGRÖSSE 4.42 MB
ISBN 9783770560295
AUTOR Timm Ebner
DATEINAME Nationalsozialistische Kolonialliteratur.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 08/01/2020

In der nationalsozialistischen Literaturgeschichtsschreibung firmierte es als „Notbuch der weißen Rasse überhaupt“ (Hellmuth Langenbucher). Nach Abschluss des Romans wurde Grimm in der Obersten Heeresleitung als Militärpropagandist beschäftigt. Seine Aufgabe war es, vor allem der Presse des neutralen Auslands „die deutsche Unschuld am Krieg [zu] erklären“. Nationalsozialistische Kolonialliteratur von Timm Ebner ...