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Selbstzeugnisse

Die beiden hier erstmals veröffentlichten autobiografischen Texte des durch sein wegweisendes Bild »Das Schwarze Quadrat« weltberühmten Malers Malewitsch machen überraschend klar, wie ausschlaggebend seine Kindheit in einem ukrainischen Dorf und die von ihm grenzenlos empfundene Freiheit eines Lebens in der Natur für seine Kunst waren. Noch bevor der spätere Avantgardekünstler überhaupt mit dem Wort »Kunst« in Berührung kam, erkannte er in der farbenfrohen Bauerntracht und -kunst eine Tiefe und Dichte von Emotionalität, die er später in der Abstraktion mit der »reinen« malerischen Qualität auszudrücken versuchte. Indem er auch die Ikone frei von ihrer spezifischen Ästhetik, ihrer Religiosität und Geschichte allein nach seiner individuellen Wahrnehmung bewertet, entdeckt er in ihr dieselbe Emotionalität, versteht sie daher überraschend ebenfalls als eine bäuerliche Kunst. Die Symbiose von Folklore und Ikone, deren Spiritualität und höchste Emotionalität, führten zu der seine Kunst prägenden Einsicht, dass Inhalte in der Kunst nur vorübergehend, die Kunst als solche aber zeitlos sei. Auf der Grundlage dieser Texte werden die unterschiedlichen Phasen des künstlerischen Schaffens nun neu zu bewerten sein.

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DATEIGRÖSSE 2.95 MB
ISBN 9783957578686
AUTOR Kasimir Malewitsch
DATEINAME Selbstzeugnisse.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 05/05/2020

Frühneuzeitliche. Selbstzeugnisse sind keine Massenquellen,. Page 4. Martin Scheutz/Harald Tersch wenig aufgearbeiteten Briefliteratur absieht. Da für ihre ... Selbstzeugnisse: Quellenwert und Quellenkritik: Amazon.de: Eckart Henning: ... kritisch und als Erster vergleichend mit „Selbstzeugnissen“ auseinandergesetzt. minima judaica, Band 10. Lange dienten vormoderne Selbstzeugnisse von Juden allenfalls als Quellen für positivistische Narrative, nur zögernd setzte eine  ...