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Grenzen im Wald

Die Darstellung analysiert die kulturellen Verhältnisse später Wildbeutergesellschaften in der Mitte Europas. Ausgehend von der Bearbeitungstechnik an Steinartefakten zeigt sich seit dem späten Präboreal [ab ca. 8.900 v.Chr.] anhand von dorsoventral-basisretuschierten Pfeilspitzen ein Traditionsraum, der Nordfrankreich, die Benelux-Staaten, die Region beiderseits des Rheins bis in die Schweiz umfaßte und sich von den Nachbarregionen absetzte. Diese Großregion blieb in den folgenden Jahrtausenden - während des Boreals und Frühatlantikums - erhalten. Im Spätmesolithikum kam es zu regionalen Ausprägungen, und drei Pfeilspitzentypen (“Rhein-Maas-Schelde-Kultur B”, Danubien- und Bavans-Spitzen) besitzen diese dorsoventrale Zurichtung. Gemeinsam bestätigen sie nicht nur das stabile Verbreitungsbild, sondern die Verteilung entspricht der mesolithischen Keramik vom Typ Limburg und La Hoguette. Diese Keramik, bisher von der westmediterranen Cardialkultur abgeleitet, wird nun bezüglich Herkunft mit der westfranzösischen Atlantikküste verknüpft. Auch in der Bandkeramik blieb die Verbreitung stabil, und Ideen eines Miteinanders von Mesolithikern und Neolithikern werden diskutiert.This study analyses the cultural conditions amongst late communities of hunter-gatherers in Central Europe. Considering the working technique of flint artefacts, a distribution area of dorso-ventrally base-retouched arrowheads emerged in the late Pre-Boreal [from ca. 8,900 B.C.] including northern France, Benelux and both banks of the River Rhine up to Switzerland and clearly distinct from neighbouring regions. This major zone remained stable in subsequent millennia - during the Boreal and Early Atlantic periods. In the Late Mesolithic, local subtypes emerged, and three types of arrowheads showed dorso-ventral preparation [“Rhine-Meuse-Scheldt Culture B”, Danubian and Bavans points]. Taken together, these do not only confirm the stability of the distribution pattern, but their occurrence coincides with Mesolithic pottery of types Limburg and La Hoguette. This pottery, until now considered a derivate of the Western Mediterranean Cardial Culture, is now connected with the western French Atlantic coast as regards its origin. During the Linear Pottery Culture the distribution remained stable, and notions of a cooperation between Mesolithic and Neolithic populations are discussed.

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DATEIGRÖSSE 8.29 MB
ISBN 9783896465252
AUTOR Erwin Cziesla
DATEINAME Grenzen im Wald.pdf
VERöFFENTLICHUNGSDATUM 03/05/2020

Auch wenn der Wald sich im Prinzip aus sich selbst heraus verjüngen kann und soll, muss an manchen Stellen immer noch gepflanzt werden. Zum Beispiel, um nach einem Sturm oder einer anderen Katastrophe Wald wieder zu begründen. Oder um in einem Wald eine Baumart zu etablieren, die dort bislang nicht wächst. Damit die Waldarbeiter wissen, wo